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Kapellen-Vater sucht Mitstreiter

für Musikfesttage in Remplin

Seit drei Jahren engagiert sich Peter Balsam für die Kultur im Malchiner Ortsteil

Der Rempliner Wenn ihn Freunde oder Bekannte als ein „bisschen verrückt“ bezeichnen, kann Peter Balsam ganz gut damit leben. Um nicht zu sagen, er fasst es beinahe als Kompliment auf. Denn wenn ihn die Leute auf diese Weise beschreiben, dann weiß er: es steckt nichts Schlechtes darin. Ganz im Gegenteil. Es ist eine Art Wertschätzung für das, was er seit nun mehr drei Jahren im Malchiner Ortsteil Remplin leistet.

Remplin sagt er, dass sei sein Projekt fürs Alter, für den Ruhestand. Ein Dorf mit Geschichte, eine alte Kapelle - Balsam hat es seit 2012 zu einem Teil seiner eigenen Geschichte gemacht. Die leer stehende Kapelle hat Balsam vor drei Jahren in seine Obhut genommen. Im Laufe der Zeit  und mit jeder Menge Herzblut ist es ihm seitdem gelungen, dieses Fleckchen Erde - das altehrwürdige Gebäude als solches und die Quadratmeter drum herum - als einen kleinen kulturellen Leuchtturm in der Mecklenburgischen Schweiz zu etablieren. Längst hat es sich weit über die Grenzen der Region herum gesprochen, dass hier in aller Regelmäßigkeit Künstler mit Rang und Namen in Ausstellungen ihr Können zur Schau stellen. Doch es ist nicht nur Kunstgenuss, den Peter Balsam seinen Gästen hier bietet. Die kleine Grünanlage rund um die Kapelle bietet mit ihren Holzbänken, Skulpturen und mit einem neuerdings plätschernden Brunnen - in den Abendstunden sogar beleuchtet - ein einladendes und gemütliches Ambiente. Gerade jetzt, wo es das Wetter wieder besser meint, verweilen Radler und Durchreisende hier gerne bei Kaffee und Kuchen. Serviert natürlich vom Hausherrn selbst. Lässt er die vergangenen drei Jahre Revue passieren, dann ist er schon zufrieden damit, wie sich die Dinge hier entwickelt haben, sagt Peter Balsam. Aber es geht mehr. Und Balsam will mehr. Remplin sei ein geschichtsträchtiger Ort, da müsse noch viel mehr daraus gemacht werden. Nur zwei Steinwürfe von der Gutskapelle entfernt, gibt es auch eine Schar von ähnlich  „positiv Verrückten“, denen der Ort ebenfalls Herzen liegt. Die Männer um Dietmar Fürst von der Rempliner Sternwarte. „Es gibt nicht nur Geschichte hier, sondern auch Leute, die sie mit Leben erfüllen. Dietmar Fürst und seine Mitstreiter gehören auf jeden Fall dazu“, sagt Balsam.  Erfreut hat er in jüngster Zeit die Anstrengungen der Stadt Malchin verfolgt, den Ortsteil zu entwickeln. Im Park sind neue Bäume angepflanzt worden, die so genannte Schmuckmauer wird gerade saniert - dass alles seien Schritte in die richtige Richtung. Einen weiteren kulturellen Höhepunkt will der rüstige Rentner im Sommer setzen. Am 1. und 2. August will er zu den Rempliner Musikfesttagen einladen. „Wir haben im vergangenen Jahr schon damit angefangen, wollen das Ganze aber noch weiter entwickeln“, erklärt er. Für den 1. August hat Balsam selbst zwei Künstler gebunden. Die Bühne wird hier aber das ganze Wochenende aufgebaut sein. Ich würde mir wünschen, dass sich Musiker aus der Region auch in diese Musikfesttage einbringen und sie zu einem Höhepunkt machen. Bands, Solokünstler, ganz egal, alle seien willkommen. Wer Interesse hat dabei zu sein, der könne sich jederzeit an Balsam wenden. In den nächsten Monaten ist er von 11 Uhr bis zum frühen Abend in der Kapelle anzutreffen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 10. Juni 2015 um 07:48 Uhr
 

 

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