Europart 2015 Drucken E-Mail

Europart-Treffen 2015 – Junge Leute aus drei Ländern kommen in Malchin zusammen

Malchin war Ende Mai Gastgeber für das internationale Jugendtreffen 

Die Dolmetscherin aus der ungarischen Partnerstadt Szerencs - sie hatte ziemlich stressige Tage vom 28. bis 30. Mai. Beim internationalen Jugendtreffen Europart mit jungen Leuten aus Szerencs, Hesperingen (Luxemburg) und Malchin war die Dame die wohl am meisten gefragte Frau. Mal musste sie bei einer Umweltkonferenz vom Deutschen ins Ungarische und zurück übersetzen, dann war ihr Sprachtalent bei einer Ausstellungseröffnung gefragt und zwischen den Veranstaltungen sowieso. Da verwundert es nicht, dass die Grundschullehrerin - das ist sie von Haus aus - sich ganz besonders auf einen Programmpunkt des Jugendtreffens freute: Das große Abschlusskonzert in der Turnhalle Lindenstraße, bei dem sich Jugendliche aus allen drei Städten mit Musik, Tanz und Gesang präsentierten. Ganz entspannt konnte es sich die Dolmetscherin dabei auf ihrem Stuhl bequem machen und gemeinsam mit den zirka 200 Gästen die kulturellen Beiträge verfolgen und genießen. Die Sprache der Musik - man muss sie nicht übersetzen.

Man versteht sie auf der ganzen Welt. Und  so waren die sprachlichen Fähigkeiten der jungen Frau während der zwei Konzertstunden am Abend des 30. Mai mal nicht gefragt. Was die jungen Leute aus drei Ländern aufs Podium zauberten, das sorgte in der Linden-Turnhalle mal für stürmischen Applaus, mal für Gänsehautgefühl. Herzerfrischend waren die folkloristischen Volkstänze aus Ungarn. Ja, auch jahrhundertealte Traditionen können in der Moderne begeistern. Vor allem, wenn sie mit so viel Hingabe und Begeisterung vorgetragen werden wie von den jungen Ungarn. Internationales Flair verbreiteten auch die Akteure von den Musikschulen Malchin und Hesperingen.

Die Malchiner um Musikschulleiter Fridolin Zeisler hatten eigens für diesen Auftritt zwei ungarische Stücke von Bela Bartok ins Programm genommen. Die luxemburgischen Bläser wussten mit dem Soundtrack aus „Der rosarote Panter“ zu begeistern. Als schließlich im großen Finale „We are the World“ ertönte, das Publikum enthusiastisch in den Gesang der jungen Künstler einstimmte, bekam nicht nur das Konzert sondern das gesamte dreitägige Jugendtreffen ein würdiges und bewegendes Finale.


Die Tage in Malchin – sie hatten den jungen Leuten ein schönes und abwechslungsreiches Programm geboten. Am 29. Mai pflanzten sie an der Straße von Salem nach Neukalen die „Allee der Städtepartnerschaften“. In den den nächsten Jahren sollen hier Pflaumen, Äpfel und Birnen gedeihen. Eine tolle  Idee. Die Malchiner Gastgeber sorgten dafür, dass die Jugendlichen die landschaftlichen Schönheiten der Region kennenlernten. Mit dem Drachenboot ging es hinaus auf die Peene, Ausflüge führten die Jungen und Mädchen in den Güstrower Natur- und Umweltpark und auf die Insel Usedom. Da verwunderte es nicht, dass viele der jungen Gäste schon etwas traurig waren, als es nach drei Tagen hieß wieder voneinander Abschied zu nehmen. Das Europart-Treffen – es hat wieder einen wunderbaren Beitrag zur Verständigung und zum Kennenlernen von jungen Leuten aus Europa geleistet. Im nächsten Jahr hat das luxemburgische Hesperingen die Gastgeberrolle.

 

 

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