700 Jahrfeier Drucken E-Mail

Das Bergdorf feiert mit hunderten Gästen

Zu einem Wallfahrtsort avancierte am 30. August der Malchiner Ortsteil Retzow. Das 700 jährige Bestehen des Dorfes wurde hier gefeiert.

Mehr als 30 verschiedene Bilder waren im Festumzug zu sehen. Mit dabei waren auch Ross und Reiter.Was sich da einen Tag zuvor in ihrem Heimatdorf zugetragen hatte, das wurde Andrea Hacker erst am 31. August so richtig bewusst. Als sie sich die ersten Bilder anschaute, die unzähligen Eindrücke im Innern Revue passieren ließ, da fiel ihr nicht nur eine Last von den Schultern, da stellte sich auch ein unglaubliches Glücksgefühl ein.(Die Bilder zur 700 Jahrfeier finden Sie hier.)
Ein Jahr lang hatte sie gemeinsam mit vielen Mitstreitern auf das Fest zum 700 jährigen Bestehen ihres Heimatdorfes hingearbeitet. Und wie die Feier dann über die Bühne ging, das übertraf ihre kühnsten Erwartungen. Gerade mal 130 Seelen zählt der kleine Malchiner Ortsteil, der wegen seiner Lage auf einer Anhöhe auch liebevoll Bergdorf genannt wird. Der „Anstieg“ in das idyllisch gelegene Dorf war am 30. August für die Besucher aber kein Hindernis. Zu Hunderten strömten sie schon am Vormittag ins Dorf, um ja nicht zu verpassen, wenn sich der Festumzug in Bewegung setzt. Noch bevor das Spektakel losging, war am Straßenrand schon viel Lob zu hören für die liebevollen Dekorationen an Häusern und Vorgärten. Soweit man die Dorfstraße auch entlang ging, es gab nicht ein Haus, das anlässlich der großen Feier nicht herausgeputzt wurde. Allein das war schon Kommen wert und ist Zeugnis dafür, wie sehr den Retzowern ihr Dorf am Herzen liegt. Wer nun gedacht hatte, in so einer kleinen Gemeinde sind es vielleicht drei Traktoren und vier Pferdegespanne, die man bei einem Umzug zu sehen bekommt, der musste sich schnell eines Besseren belehren lassen. Das Ausmaß der Retzower Variante konnte man bedenkenlos vergleichen mit dem des Stadtfest-Umzuges in Malchin. Summa summarum waren es 31 Bilder, die auf der Dorfstraße gezeigt wurden. Da kamen Ross und Reiter daher, bunt geschmückte Kutschen, jede Menge Fußvolk, ja, selbst der Marcus-Wagen aus Malchin steuerte an den hunderten Schaulustigen am Straßenrand vorbei. Besonders aufmerksam beobachtet wurde das Treiben vom „Rat der Dorfältesten“. Mit guter Sicht hatten sich die fünf gesetzten Damen und Herren auf einer Bank vor dem alten Pferdestall postiert und schauten sich die Umzugswagen ganz genau an. Warum? Sie vergaben Punkte. Am Ende kürten sie schließlich die Kinder- und Erzieher des Malchiner „Sonnenkäfer“-Kindergartens für den schönsten Umzugsbeitrag. „Das war keine einfache Entscheidung. Verdient hätten es fast alle“, meinte Jury-Mitglied Wolfgang Horst. Alle Hände voll zu tun hatte unterdessen Andrea Hacker. Im Laufe des Tages musste sie sage und schreibe viermal nach Malchin fahren um Nachschub an Essen und Getränken zu holen. „Die Leute sind uns regelrecht die Bude eingerannt“, erzählt sie.  „Auch wenn der Tag für uns Organisatoren sicherlich mit viel Stress und so mancher Schweißperle verbunden war, es war ein wundervolles Fest. Alle Mühen und Anstrengungen der vergangenen Monate haben sich gelohnt. Und das ist für uns das größte Glück“, fasst es Andrea Hacker im Namen ihrer Mitstreiter zusammen. Sie freut sich schon auf den Videofilm, der von der Medienwerkstatt der Malchiner Marcus-Schule in Retzow gedreht wurde. Der soll schon in wenigen Tagen fertig geschnitten sein, dann im alten Pferdestall gezeigt und schließlich auch als DVD verkauft werden.  

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 03. September 2014 um 09:34 Uhr
 

 

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