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Malchiner Tausendsassa erhält den Ehrenbrief 2012

Heimatverein würdigt vielfältiges ehrenamtliches Engagement von Andreas Teggatz

Andreas Teggatz trug sich auch ins Ehrenbuch der Stadt Malchin ein.Es ist seit vielen Jahren eine gute Tradition. Wird in Malchin das Altstadtfest gefeiert, dann nutzt der Heimatverein die Möglichkeit, Personen oder Vereine zu ehren, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben. Sie werden mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde der mittlerweile 16. Ehrenbrief an den Malchiner Lehrer Andreas Teggatz vergeben. Lesen Sie folgend die Laudatio, die der Vorsitzende des Heimatvereins, Torsten Gertz, zur Verleihung des Ehrenbriefes an Herrn Teggatz am 21. Juni gehalten hat.(Die Bilder zur Ehrenbriefverleihung sehen Sie hier.)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vereinsmitglieder,

mit der heutigen Festveranstaltung möchte der Heimatverein das Altstadtfest 2012 eröffnen. Dazu heiße ich Sie herzlich willkommen und begrüße den Bürgermeister Herrn Jörg Lange sowie den Bürgervorsteher Herrn Andreas Hammermüller ganz besonders.
Es gibt eine Sache, die der Träger des ersten Ehrenbriefes von 1997 und der heutige Empfänger gemeinsam haben. Beide haben den Modellbau für sich entdeckt. Norbert Böttcher hat ihn seinerzeit als Beruf gelernt, und für Andreas Teggatz, dessen ehrenamtliche Arbeit wir heute würdigen möchten, zählt der Modellbau, neben dem Garten, zu seinen schönsten Freizeitbeschäftigungen. Eigentlich wollte der gebürtige Malchiner Landmaschinenschlosser werden. Jedoch führte ihn ein fachspezifisches Abitur nach Güstrow, und mit dem Abschluss eines polytechnischen Studiums begann er 1985 als Lehrer seine berufliche Laufbahn in Malchin.
Schon früh faszinierte ihn die Bastelei. Dazu kam eine gewisse Unruhe, so kann man es wohl nennen, und die Sammelleidenschaft. Noch heute baut Andreas Teggatz Automodelle, die das Kind in jedem Manne wecken.
Fragt man ihn nach Vorbildern in seiner Arbeit, so steht der Name Manfred Langwost an erster Stelle. Von ihm durfte er vieles lernen, wofür er noch heute dankbar ist. Als stellvertretendem Schulleiter oblag ihm vor einigen Jahren, die Schließung der Blumenschule zu organisieren. Keine leichte, aber notwendige Aufgabe. Gerade bei den zurückgehenden Schülerzahlen, wie man sieht.
Andreas Teggatz arbeitet heute als AWT und Informatiklehrer an der „Siegfried Marcus“ Schule Malchin.
Als Pädagoge nahm und nimmt er sich vor, den Unterricht zu einem Erlebnis zu machen. Langeweile darf einfach nicht aufkommen. Der Projektunterricht erweist sich dabei als hervorragende Möglichkeit, dieses Ziel umzusetzen.
Die ersten Projekte, wie konnte es anders sein, standen unter dem Thema „Modellbau in der Schule“. Seit dem Einzug der Computer in den Lebens- und Schulalltag, fördert Andreas Teggatz die Neugier der Schüler auf diesem Gebiet. Gemeinsam erarbeiteten sie im Jahr 2000 einen Praktikumsführer. Von dieser Arbeit mit den neuen Medien profitiert auch das Malchiner Museum. Seit 2001, in dem Jahr wurde die Siegfried Marcus Ausstellung installiert, finden die Besucher im Museum Präsentationen über das Leben und die Erfindungen von Siegfried Marcus, einen stadtgeschichtlichen Spaziergang und die Geschichte des Taschenrechners. Selbst Filmaufnahmen von Schmiedemeister Siegfried Heitling werden per Computer gezeigt. Für die Museumsarbeit ist die Zusammenarbeit mit der Siegfried-Marcus-Schule ein riesiger Gewinn. Neben den Präsentationen sind es auch die Ausstellungen zum Pantoffelmacherhandwerk, die Schmiede und die Vorstellung der Malchiner Böttcherfamilie Meysahn, die die Besucher in ihren Bann ziehen. Es wäre dem Museumsverein unmöglich, all das eben genannte ohne die engagierte Arbeit von Herrn Teggatz und seinen Mitstreitern zu zeigen.  
Zum Thema der Malchiner Denkmale fertigte Andreas Teggatz mit Schülern und seiner Frau, die als Kunstlehrerin seine Kollegin ist, hervorragende Modelle, die das einstige Aussehen der Mahnmale verdeutlichen. Diese Mini-Denkmale wurden in der Schule und jetzt im Museum präsentiert. Dabei fällt auf, wie wenige Mahnmale unsere Stadt hat. Sie zu erhalten ist auch das Anliegen von Andreas Teggatz, der mit seiner Arbeit für dieses Thema sensibilisiert. Hielt die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger: der Vorsitzende des Heimatvereins, Torsten Gertz. In der Siegfried Marcus Schule existiert ein kleiner ‚Ableger‘ des Malchiner Museums. Hier werden die Schüler und Besucher mit einigen Themen der Stadtgeschichte vertraut gemacht. Am 18. September feiert die Schule den 20. Jahrestag der Namensgebung. Auch daran ist Andreas Teggatz aktiv beteiligt. Es bedarf wohl nicht viel Worte wenn ich sage, dass er auch im Vorstand des Fördervereins der Marcus Schule mitarbeitet.
Ein paar Mal im Jahr erlebt man Andreas Teggatz auch in Uniform. Als stellvertretender Vorsitzender ist er im Schützenverein Hainholz Malchin 1990 e.V. aktiv und hat sich hier auf das Bedienen der Handkanone spezialisiert.
Er ist es, der seit einigen Jahren den Beginn des Festumzuges mit Böllerschüssen ankündigt. Und auch während des Museumshoffestes hört man das Rumsen der Kanone. Alljährlich präsentieren die Schützen hier ihre Arbeit.  Neben seinem Faible für Modellautos interessiert sich Andreas Teggatz auch für die Motoren der großen Modelle. Er unterstützt den Oldtimer Club Marcus e.V. bei seinen Veranstaltungen und auch während des Biker-Treffens begegnet man dem rührigen Malchiner an der Kasse der Waldarena. Seit 14 Jahren obliegen ihm die Finanzangelegenheiten während des Motorradtreffens.
Die Arbeit als Sachkundiger Bürger im Bildungsausschuss der Stadt unterstreicht nochmals sein ehrenamtliches Engagement.
Sollte die Auflistung der uneigennützigen Tätigkeiten von Andreas Teggatz nicht vollständig sein, so liegt das an seiner Bescheidenheit. Liebe Gäste, wenn Malchin viele Bürger wie Andreas Teggatz hätte, dann bräuchte man sich um das gesellschaftliche Leben in der Stadt keine Sorgen machen. Nicht nur Arbeit darf unser Leben bestimmen, sondern auch die Freizeit ist immens wichtig. Und Andreas Teggatz hat einen großen Anteil daran, dass das Leben und damit auch unsere Freizeit in Malchin attraktiv sind.

Er ist kein Mann der vielen Worte. Dem möchte ich mich anschließen und Herrn Teggatz anlässlich des Altstadtfestes im Namen des Malchiner Heimatvereins für sein ehrenamtliches Wirken in der Schule, im Schützenverein und im Museum der Stadt zu danken. Mit großem persönlichem Einsatz ist er ein stets verlässlicher Partner, wofür wir ihm im Namen vieler Malchiner unseren Dank aussprechen möchten.
Der Heimatverein Malchin verleiht den „Ehrenbrief der Stadt Malchin“ 2012 an Herrn Andreas Teggatz.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 03. Juli 2012 um 15:43 Uhr
 

 

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