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Erste Fahrt nach Itzehoe endete im Straßengraben

Die 25 jährige Städtefreundschaft zwischen Malchin und Itzehoe wurde am 27. Juni gefeiert

Diese historische Stadtansicht von Itzehoe übergab der Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Itzehoe an Bürgermeister Jörg Lange und Bürgervorsteher Andreas Hammermüller.  Nein, dem Mauerfall vom 9. November 1989 kann dieser Tag nicht den Rang ablaufen. Einen prädestinierten Platz in der Geschichte der Stadt Malchin hat er aber auf jeden Fall. Es geht um den 11. Dezember desselben Jahres. In Malchin hatte die damalige Ratsversammlung gerade beschlossen,  Kontakte in die schleswig-holsteinische Stadt Itzehoe aufzunehmen. Ziel war es, eine Städtefreundschaft zu begründen mit einer Stadt im Westen. Doch die Kontaktaufnahme - sie verlief nicht ohne Hindernisse. Der Rat des Kreises hatte dem Rathaus doch glatt weg untersagt, dass die Stadt Malchin für die erste Fahrt nach Itzehoe ihren Dienstwagen benutzen darf. Kein Problem. Kurzerhand erklärte sich das Ratsmitglied Werner Neumann bereit, im eigenen Pkw gen Westen zu fahren. In der vierköpfigen Reisegruppe - das konnte zum damaligen Zeitpunkt natürlich noch keiner ahnen - waren gleich drei prominente Personen: Der damalige Bürgermeister Joachim Werner, sein Nachfolger Werner Neumann und das heutige Stadtoberhaupt Jörg Lange. Ein Bürgermeister-Trio auf Reisen. Doch geradewegs nach Itzehoe führte die Dienstreise der illustren Gesellschaft nicht. Kurz vor dem Ziel landete das Auto auf glatter Fahrbahn im Straßengraben. Eine Weiterfahrt war nicht möglich. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Und obwohl es noch keine beurkundete Freundschaft zwischen beiden Städten gab, bewährte sich die Partnerschaft zwischen Itzehoe und Malchin zum ersten Mal in diesem Moment. Die Schleswig-Holsteiner holten die Malchiner vom Unfallort ab und kümmerten sich natürlich auch um die Reparatur des Wagens. Ja, so waren die Anfänge. Ein Jahr später wurde die Städtefreudschaft offiziell besiegelt, vor wenigen Tagen nun wurde das 25 jährige Bestehen der Städtefreundschaft gefeiert. An die kuriose erste Reise wurde dabei natürlich auch immer wieder erinnert. Die Beziehungen zwischen Itzehoe und Malchin - sie begründeten sich in all den Jahren auf weit mehr als auf den regelmäßigen Kontakt zwischen den Bürgermeistern und Verwaltungen. Viele Vereine wie Wanderer, Fußballer oder Chor haben freundschaftliche Bande zueinander geknüpft, haben die Freundschaftsurkunde so mit Leben erfüllt. Dass man bei der „Silberhochzeit“ auch mal darüber nachdenken sollte, wie man neuen Schwung in so eine Beziehung bringen kann, dazu gab Pastor Dirk Ristau die Anregung. „Es wäre doch schön, wenn beide Orte Kontakt zu einer Stadt suchen würden, in der die Menschen noch nicht in Freiheit leben, eine Stadt die Hilfe braucht wie Malchin damals“, sagte er. 

 

 

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