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Malchiner Tourismus-Original geht in den Ruhestand

Nach 21 Jahren Dienst verabschiedet sich Monika Kröger aus dem Malchiner Rathaus

Monika Kröger (rechts) und ihre Kollegin Maria Kleist.Wie fühlt es sich an, wenn man sich nach einem ereignisreichen Arbeitsleben in den Ruhestand verabschiedet? Auf die Frage kann Malchins Bürgermeister Jörg Lange in gut einem Jahr eine Antwort geben. Bei der Wahl zum Stadtoberhaupt im kommenden Jahr will er bekanntlich nicht mehr antreten.  Den einen oder anderen Ratschlag für die Zeit nach dem Rathaus kann er sich demnächst schon  bei einer langjährigen Kollegin einholen. Monika Kröger. Nach 21 Jahren im Dienste der Stadtverwaltung geht sie Ende September in den Ruhestand.

Man sollte sicher vorsichtig umgehen mit dem Begriff „Original“. Nicht so bei Monika Kröger. Sie ist eines. Kommt man in Malchin auf das Thema Tourismus zu sprechen, führt kein Weg an ihrem Namen vorbei. Seit ihrem Dienstantritt im Oktober 1993 zeichnete sie mitverantwortlich für die touristische Vermarktung von Stadt und Region. Auch wenn das Thema in den Anfangsjahren noch etwas stiefmütterlich behandelt wurde, wie sie selber sagt. Viele andere Aufgaben hatten seinerzeit noch Priorität. Neben der Betreuung von Urlaubern und touristischen Anbietern in der Mecklenburgischen Schweiz war Monika Kröger Mitte der 1990er Jahre unter anderem für die Bereiche Kultur und Jugend verantwortlich. Besonders gern denkt sie an das Stadtfest unter dem Motto „1000 Jahre Mecklenburg“ zurück. Das wurde 1995 gefeiert. „Ein schönes Fest, in dem so viel Herzblut steckte. Vor vielen Gewerbetreibenden haben wir seinerzeit regelrecht einen Kniefall gemacht, um sie zur Teilnahme am Festumzug zu bewegen“, erinnert sie sich. Es war damals der erste Festumzug in Malchin nach der Wende und vielen Unternehmen waren solche Umzüge noch suspekt aus DDR-Zeiten. Den Kindesbeinen längst entwachsen sind viele Jungen und Mädchen, für die unter Federführung von Monika Kröger Jugendaustausche mit der ungarischen Partnerstadt Szerencs organisiert wurden. Und auch in vielen Vereinen weiß man sicherlich auch noch heute die Zusammenarbeit mit ihr zu schätzen. Schließlich war sie in der Stadt über viele Jahre für die Hallenvergabe und für die Zusammenarbeit mit den Vereinen zuständig. In den vergangenen Jahren richtete sie ihr Augenmerk fast ausschließlich auf den Tourismus. „Es war stets eine Aufgabe, die mich ausgefüllt und die mir immer Freude gemacht hat“, erzählt sie. Wer  schon einmal eine Stadtführung mit ihr erlebt hat, kann das sicherlich nur bestätigen. Immer hat sie einen Spruch auf den Lippen, gewürzt mit einer Brise Humor und Lebensfreude vermittelt sie den Gästen die Schönheiten der Mecklenburgischen Schweiz. Im Laufe der Jahre hat sich in Sachen Tourismus vieles nach vorne bewegt in der Region. Die Quartiere für Urlauber sind fast ausnahmslos auf einem hohen Niveau, die touristische Infrastruktur mit den Häfen, Hotels und Campingplätzen müsse sich nicht verstecken. Doch nichts ist so gut als dass es nicht noch besser ginge, ist Monika Kröger überzeugt. Gerade was die Zusammenarbeit der touristischen Anbieter betrifft, gebe es noch Potenzial nach oben. „Ich denke, wenn wir in dem Bereich noch mehr zusammen arbeiten, kann noch viel mehr erreicht werden für die Region“, ist sie überzeugt. Diese Aufgabe obliegt nun unter anderem ihren Nachfolgern in der Malchiner Stadtinformation. Am 26. September hatte Monika Kröger ihren letzten Arbeitstag in der Infostelle im Malchiner Rathaus. Auch wenn sie sich freut auf die Zeit nach der Arbeit, so ein bisschen Wehmut schwingt auch mit beim Abschied. „Vermissen werde ich vor allem die Kollegen. Es war stets ein freundliches und gutes Miteinander hier“, sagt sie. Den ersten Tag im Ruhestand hatte sie übrigens schon verplant: im Garten mussten die Buchsbäume und die Hecke geschnitten werden. Und ohnehin gibt es auf dem heimischen Grundstück immer viel zu tun. Dass Langeweile aufkommt, das muss Monika Kröger also nicht befürchten.    


 

 

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