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700 Jahrfeier in Gorschendorf

Aus Ortsteilvorsteher wird Fürst Arno der Erste


Waren für Auge und Ohr eine Bereicherung des Umzuges: Die Fanfarenspieler aus Salem am Bodensee.Das nennt man doch wirklich mal einen gesellschaftlichen Aufstieg. Bis zu den Kommunalwahlen vor wenigen Wochen war Arno Süssig lediglich Vorsteher des Malchiner Ortsteiles Gorschendorf. Jetzt hat es der Salemer sogar in den Adelsrang geschafft. Beim Festumzug zur 700 Jahrfeier hatte sich Süssig in feinsten historischen Zwirn geworfen. Von den Leuten am Straßenrand erhielt er dann prompt seinen Adelstitel: Fürst Arno I. von und zu Salem. Für einen Fürsten hatte der Neuadlige dann aber doch noch ziemlich viel zu tun. (Hier geht´s zur Fotogalerie "700 Jahrfeier Gorschendorf und Lichterfest"). Gemeinsam mit einigen Mitstreitern sorgte er am 26. Juli  dafür, dass alle Gruppen beim Festumzug zur 700 Jahrfeier in der richtigen Formation stehen. Und die Teilnehmerzahl konnte sich sehen lassen. 28 verschiedene Bilder hatte der Umzug zu bieten. Verstärkung kam natürlich auch aus dem Umland. Der Malchiner Heimatverein war mit von der Partie, die Retzower warben auf ihrem Umzugswagen für ihr Dorfjubiläum Ende August und die Neukalener Jecken starteten außerhalb der närrischen Zeit ihren Partywagen. Zur Feier des Tages hatte der Malchiner Jürgen Kagel sogar seine Kutsche startklar gemacht. Und das will schon was heißen. Das gute Stück kommt für gewöhnlich nur bei Hochzeiten zum Einsatz. „Aber wenn ich die Lichterfestkönigin und die Schirmherrin des Lichterfestes chauffieren kann, na, dann stelle ich die Kutsche doch gerne zur Verfügung", sagte Kagel. Den wohl farbenfrohsten Eindruck im Teilnehmerfeld des Umzuges hinterließen weitgereiste Gäste aus Salem am Bodensee. Mit ihren edlen Uniformen waren die Fanfarenspieler aus Süddeutschland ein echter Hingucker. Und auch mit ihrer Musik spielten sich in die Herzen der vielen hundert Zuschauer, die die Straße von Gorschendorf nach Salem säumten. Die 700 Jahrfeier,  bei der Gorschendorf zugleich auch Hauptaustragungsort des Lichterfestes war, hatte am letzten Juli-Wochenende zahlreiche Höhepunkte zu bieten. Los ging es mit der Auftaktveranstaltung in der Gorschendorfer Kirche. Mit dem Konzert von Bariton Lars Grünwoldt war hier ein Lokalmatador zu erleben. Und die kleine Gorschendorfer Kirche erlebte dabei einen Ansturm, wie sie ihn in ihrer etwas mehr als 100 jährigen Geschichte noch nicht erlebt hat. Kurzum: bei dem Konzert war kein Platz mehr frei. Neben dem Umzug am Nachmittag des 26. Juli war am Abend natürlich die Wahl der Lichterfest-Königin der Höhepunkt in Gorschendorf. Allerdings wurde nicht nur eine Königin sondern gleich ein Pärchen gewählt. Mit Lisa-Christin Haak aus Stavenhagen und Heinz-Julius Schmidt aus Salem gibt es erstmals sogar ein Königspaar. Das war vor allem der Tatsache geschuldet, dass es bloß die beiden Bewerber für die Krone des Lichterfestes gab. Kurzerhand entschied das Publikum, dass es erstmals in der Geschichte des Lichterfestes ein Königspärchen geben soll. Besonders schöne Fußnote: Auch im wahren Leben sind Lisa und Heinz ein Paar. An dieser Stelle sei noch einmal allen gedankt, die zum Gelingen der 700 Jahrfeier in Gorschendorf und des Lichterfestes beigetragen haben.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29. Juli 2014 um 10:20 Uhr
 

 

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