Perspektiven für Remplin Drucken E-Mail

Historie Remplins soll neues

Leben eingehaucht werden

Stadt lädt zu einem Gedankenausstausch in den Malchiner Ortsteil ein

Stefan Pulkenat (links) führte die Gäste am 2. Juli an die geschichtsträchtigen Orte Remplins. Mit dabei war auch Dietmar Fürst vom Sternwartenverein (Mitte).  Wenn er gewollt hätte, wäre es für Landschaftsarchitekt Stefan Pulkenat ganz sicher kein Problem gewesen, aus dem Rundgang durch Remplin ein abendfüllendes Programm zu machen. Die  Zeit hat zwar ihre Spuren hinterlassen in dem beschaulichen Dorf zwischen Malchin und Teterow, der Ort atmet aber nach wie vor an allen Ecken und Enden Geschichte. Und an genau diese geschichtsträchtigen Orte führte Stefan Pulkenat seine zirka zwanzig Zuhörer am 2. Juli.

Gerade weil es hier so viel zu erzählen gibt, drückte er aber auch immer wieder auf´s Tempo. Schließlich ging es bei dem Treffen nicht etwa um eine Historien-Lehrstunde, sondern vielmehr darum, welche Visionen man für die Zukunft des Ortes entwickelt, wie man in den nächsten Jahren umgehen will mit dem verbliebenen historischen Erbe. Geschichte in Remplin wieder erlebbar machen, genau das hat sich die Stadt Malchin auf die Agenda geschrieben und hatte aus diesem Grunde Leute eingeladen, die auf unterschiedliche Weise mit diesem Ort verbunden sind. Sich kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam Visionen für das Dorf entwickeln - so beschrieb Malchins Wirtschaftsförderer Reinhard Dorn das Anliegen der Zusammenkunft. Man fange in Remplin nicht bei null an, sagte Dorn. Mit der Sternwarte - hier kümmert sich seit mehr als dreißig Jahren ein Verein um den Wiederaufbau - und der Kunstkapelle gebe es historische Bauwerke, die schon jetzt zugänglich und erlebbar sind. Doch der Ort habe noch so viel mehr zu bieten. Wo genau die Stadt in den nächsten Jahren die Hebel ansetzen will, das erklärte Dorn bei der Gesprächsrunde in der Kapelle. Auf der Vorhabenliste stehe unter anderem die Restaurierung der Schmuckmauer, der Bau einer Brücke über den langen Kanal und die Wiederherstellung des so genannten Halbmondes, einer besonderen Bepflanzung im Schlosspark. Auch wenn Dorn am 2. Juli einen Zeitplan für die geplante Umsetzung nannte, möglich sei dies alles nur mit Fördermitteln. Aus der eigenen Kasse könne die Stadt die Projekte nicht finanzieren. Nicht von ungefähr waren zu dem Treffen deshalb auch der Präsident des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege und die Projektmanagerin der „Leaderarbeitsgruppe Demminer Land“ geladen. Bei allem was man in den kommenden Jahren im Dorf vorhabe, sei es wichtig, die Einwohner mitzunehmen, sagte Ortsteilvertreter Klaus Senke. Unter den zwanzig Gästen war er der einzige Einheimische. Er regte an, in naher Zukunft eine Führung für die Leute im Dorf zu organisieren und sie vertraut zu machen mit dem, was hier in nächster Zukunft geschehen soll.     

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 09. Juli 2013 um 12:45 Uhr
 

 

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