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Malchin – Kleinod im Herzen der

Mecklenburgischen Schweiz

Mit zirka 8.000 Einwohnern gehört Malchin nicht unbedingt zu den großen Städten unseres Bundeslandes. Das will aber noch lange nicht heißen, dass es in unserem schönen und geschichtsträchtigen Städtchen nicht so Einiges zu sehen und zu entdecken gibt. Denn schließlich blickt Malchin auf eine mehr als 770 jährige Geschichte zurück und war von 1618 bis 1916 neben Sternberg Tagungsort des Ständischen Landtages.


Das markanteste, bedeutendste und nicht nur wegen seiner Größe sondern vor allem wegen seiner Schönheit alles andere überragende Bauwerk der Stadt hat seinen Platz direkt neben dem Rathaus im Malchiner Zentrum: die Sankt-Johannis-Kirche. Hier einen Halt einzulegen ist geradezu ein Muss für jeden Malchin Besucher. Der Bau der Kirche begann Ende des 14. Jahrhunderts. Später kamen die Marienkapelle und Turm hinzu, der einen prächtigen Ausblick auf die Stadt und die schöne Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz bietet.


Der Aufstieg ist allerdings ein wenig beschwerlich. Zu den kunsthistorischen Schätzen der Johannis-Kirche zählen der Marienaltar in der gleichnamigen Kapelle und die Frieseorgel, die nach aufwendiger Restaurierung Jahr für Jahr bei Orgelkonzerten unzählige Besucher mit ihrem herrlichen Klang erfreut. Ein Besuch der Kirche lohnt sich aber auch aus einem anderen Grund. In der ehemaligen Sakristei des Gotteshauses ist die Malchiner Stadtinformation untergebracht. Sie ist ganzjährig geöffnet und die Mitarbeiter sind Gästen gern dabei behilflich, den Urlaub bei uns so schön wie nur möglich zu verbringen. Aktuelle Veranstaltungshinweise, lohnenswerte Ausflugsziele, Zimmervermittlungen und Stadtführungen – all das bietet das Informationsbüro.


Nur wenige Schritte entfernt vom prächtigsten Gebäude der Stadt Malchin, der Sankt-Johannis-Kirche, hat das Malchiner Rathaus seinen Platz. Es ist Sitz der Verwaltung des Amtes Malchin am Kummerower See. Erbaut worden ist es in der Zeit von 1925 bis 1927 nachdem das vorherige bei einem verheerenden Brand völlig zerstört wurde. Prunkstück des Rathauses ist der Rathausaal mit seinen 72 Zunftzeichen. Sie geben Aufschluss darüber, welche Gewerke und Gewerbe zu Zeiten der Erbauung des Gebäudes in unserer Stadt vertreten waren. Aufwendig restauriert worden ist das Gebäude in den Jahren 1995 und 1996.

Ohnehin scheinen die Malchiner eine Schwäche für Rathäuser zu haben. In der Geschichte der Stadt ist es das mittlerweile fünfte. Ein herrlicher Ausblick auf Seen und Hügellandschaft der Mecklenburgischen Schweiz bietet sich vom Turm des Rathauses. Über einen Fahrstuhl und eine Wendeltreppe ist er weitaus einfacher zu erklimmen als der benachbarte Kirchturm. Kleine Hinweisschilder – verfasst in plattdeutscher Sprache – erleichtern die Orientierung beim Blick über die Stadt.


Zur einstigen Stadtbefestigung von Malchin gehörten neben der Stadtmauer und dem Fangelturm auch vier Stadttore. Von den einst vier Toren sind heute noch zwei erhalten. Das Kalensche Tor und das Steintor. Wie Fangelturm und Stadtmauer sind auch die beiden Tore in den vergangenen Jahren mit viel Aufwand und Liebe zum historischen Detail restauriert worden. Dabei ist im Steintor auch ein kleiner Raum ausgebaut worden. Hier trifft man sich zu Vereinssitzungen und Familienfeiern. Und nicht nur das. Auch heiratswillige können sich hier im rustikalen historischen Ambiente das Ja-Wort geben.


Wer in Malchin auf Entdeckungstour ist, der sollte es auf keinen Fall versäumen mal im Museum in der einstigen Stadtmühle vorbei zu schauen. Die engagierten Mitglieder des Museumsvereins haben hier viel Wissenswertes und Informatives über die Malchiner Geschichte zusammen getragen. Ein großer Teil der Ausstellung ist hier dem wohl bekanntesten Sohn der Stadt gewidmet. Siegfried Marcus, der 1831 in Malchin geboren wurde. Marcus gilt bis heute als genialer Ingenieur und Erfinder Auch wenn sich die Gelehrten darüber streiten, ob er nun der erste war, der ein benzinbetriebenes Fahrzeug auf die Straße gebracht oder auch nicht: eines steht auf jeden Fall fest: dem rührigen Forscher und Erfinder, der auch lange am kaiserlichen Hofe in Wien tätig war, kommen erhebliche Verdienste bei der Entwicklung des Automobils zu. Ein originalgetreuer Nachbau des Marcus-Wagens und viele andere Patente von ihm sind in den Museumsmauern zu bestaunen. Die Verdienste von Siegfried Marcus würdigen die Stadtväter noch auf andere Weise. Eine Schule und der kleine Marktplatz im Stadtzentrum tragen seinen Namen.



Ein weitere kleine „Attraktion“ hat die Stadt direkt hinter der Kirche in der Schweriner Straße zu bieten. Wobei „klein“ durchaus wörtlich zu nehmen ist. Denn auf gerade mal zwölf Quadratmetern befindet sich im Haus Nummer… das wohl kleinste Kinderbuchmuseum Deutschlands. In wechselnden Ausstellungen gibt hier der Malchiner Rudolf Wessel immer wieder interessante Einblicke in die Welt und die Geschichte der Kinderliteratur.


Am Ortsausgang in Richtung Basedow thront ein weiteres markantes Bauwerk über der Stadt: der Wasserturm. Für die Wasserversorgung der Malchiner hat er allerdings keine Bedeutung mehr. Seit Jahren schon ist er außer Dienst gestellt. Ein Förderverein hat ihn Mitte der 90ger Jahre äußerlich restaurieren lassen. Mittlerweile befindet sich der Turm in Privatbesitz.


Viel zu entdecken gibt es nicht nur in Malchin selbst. Gerade die wunderschöne Hügel- und Seenlandschaft der Mecklenburgischen Schweiz, die die Stadt umgibt, ist es, die Jahr für Jahr tausende von Touristen in die Region lockt. Denn gerade wer nicht den ganz großen Trubel will, wie er an der nicht weit entfernten Ostsee oder der benachbarten Müritzregion geboten, der findet bei uns hinreichend Möglichkeiten für einen ruhigen und entspannten Urlaub. Und Angebote für einen abwechslungsreichen Aufenthalt gibt es wahrhaftig zur Genüge.

Ein Blick auf die Landkarte lässt unschwer erkennen: Mit der Peene, dem Malchiner und dem Kummerower See bietet die Region ideale Bedingungen für den Wassersport. Immer wieder kommen Touristen ins Schwärmen wenn sie mit Kanu oder Segelboot die von herrlicher Natur umgebenen Wasserreviere erkunden. Auf den Ausbau des maritimen Tourismus haben auch die Malchiner Stadtväter in den vergangenen Jahren großes Augenmerk gelegt. Mit dem Malchiner Wasserwanderrastplatz Koesters Eck, dem Sportboothafen in Salem und der neuen Marina in Malchin haben Freizeitkapitäne gleich drei Möglichkeiten bei uns vor Anker zu gehen. Und natürlich verfügen alle Anlegestellen auch über die übliche Infrastruktur wie sanitäre Anlagen, Gastronomie sowie Wasser- und Elektrostationen.


Und wer kein Boot sein Eigen nennt? Kein Problem. Sowohl in Malchin als auch in Salem können Boote jeder Art ausgeliehen werden.

Zu den idyllischsten Ausflugszielen in Malchins Umgebung gehört ohnehin das kleine Fischerdorf Salem. Wer auf dem Wasserweg hier her kommt, den begrüßt schon an der Hafeneinfahrt und prächtiger Geselle, von dem man aus gegebener Entfernung durchaus annehmen könnte, dass er wohl gleich ins erfrischende Nass des Kummerower Sees springen wird. Mit dem Sprung wird es allerdings nichts. Der gute Mann ist Holz und ist ein Kunstwerk, das auf dem besten Wege ist, zum Salemer Markenzeichen zu werden. Wo der hölzerne Geselle zum Kopfsprung ansetzt, sollte man wegen des regen Bootsverkehrs besser nicht in den See springen. Viel besser aufgehoben ist da schon am benachbarten Badestrand. Apropos Markenzeichen. Das ist auch der Fisch, den es frisch gefangen oder auch geräuchert bei den Salemer Fischern zu kaufen gibt und den man unbedingt probieren sollte. Morgen für morgen fahren die Fischer raus auf den Kummerower See und hoffen dabei natürlich immer auf möglichst volle Netze.


Die Region erkunden kann man natürlich auch noch auf vielen anderen Wegen. Auf Rad- und Wanderwegen zum Beispiel. Viel Geld ist in den vergangenen Jahren ist den Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes investiert worden. Gut angelegtes Geld wie sich längst herausgestellt hat. Denn gerade in den Sommermonaten herrscht Hochbetrieb auf den Radwegen, die an Kummerower und Malchiner See entlang führen. Ein ganz besonderes Abenteuer wird auf der Strecke von Dargun nach Salem angeboten. Auf einer Draisine kann man hier auf 17 Kilometern Länge die Schönheit des Kummerower Sees genießen und die sportliche Anstregung auch gleich noch mit Kunstgenuss kombinieren. Gleich vier Kunstwerke sind entlang der Strecke zu bestaunen.


All das, was in den vergangenen Jahren in die Restaurierung der Stadt, ihre markanten Gebäude, in die Erneuerung von Straßen, Wegen und Plätzen und natürlich auch in den Tourismus investiert worden ist, all das haben sich die Malchiner und die Menschen in der Region zu einem großen Teil durch ihrer Hände Arbeit verdient. Wie überall in Ostdeutschland kam auch in Malchin mit der Wende 1989/90 dem Aufbau der Wirtschaft erhebliche Bedeutung zu. Wie vielerorts waren viele Betriebe mit den veränderten politischen Verhältnissen nicht mehr wettbewerbsfähig. So kam dann auch der Neuansiedlung von Unternehmen in den vergangenen Jahren ganz erhebliche Bedeutung zu. Und bei allen Schwierigkeiten der Nachwendejahre ist es den Malchinern gelungen, eine ganze Reihe von Betrieben in die Stadt zu holen. Mit dem neuen Industriehafen, dem Biodiesel-, dem Pektin-, dem Biomasseheizkraftwerk und dem Biogaskraftwerk hat es allein im Industriegebiet eine ganze Reihe von Betriebsansiedlungen gegeben, die zuversichtlich stimmen für die Zukunft. Und auch vor den Toren Malchins hat der weltweit agierende Rethmann-Konzern mit seinen Investitionen zahlreiche Arbeitsplätze für die Menschen in der Region geschaffen. Neben den neuen Unternehmen gibt es natürlich auch eine ganze Reihe von lange etablierten kleinen und mittelständischen Betrieben die jeder für sich ihren Beitrag leisten für das Wachsen und Gedeihen der Stadt Wenn man auf dem Weg der wirtschaftlichen Entwicklung auch noch lange nicht am Ende ist, lässt sich zweifellos sagen: Malchins Bemühungen um eine gute wirtschaftliche Entwicklung haben Früchte getragen. Und auch in der Landeshauptstadt weiß man die Anstrengungen der Stadtväter zu schätzen. Nicht von ungefähr ist Malchin im Jahr 2005 vom Wirtschaftsministerum als „Wirtschaftsfreundlichste Kommune“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden.


Wo fleißig gearbeitet wird, da darf natürlich mal so richtig gefeiert werden. Und davon verstehen die Malchiner nun wahrlich etwas. Die größte Fete des Jahres steigt traditionell Ende April/Anfang Mai: das Mecklenburger Motorradtreffen, das Malchin längst weit über die Stadtmauern hinaus bekannt gemacht hat.

Man kann dieses Gefühl nur schwerlich in Worte fassen. Es ist der Duft von Benzin, es sind die Geräusche von schweren Motorrädern, es ist das ganze Drumherum, das die Malchiner und mit ihnen viele Menschen aus nah und fern seit nunmehr dreizehn Jahren immer wieder in ihren Bann zieht. Wenn Rauchschwaden aufsteigen, die Motoren der Maschinen durch die Stadt dröhnen, Leute ausgelassen tagelang feiern - dann herrscht in Malchin dieses besondere Flair - dieses Flair des Mecklenburger Motorradtreffens, das man ganz einfach selbst miterleben muss, um überhaupt eine Vorstellung davon zu bekommen, wie fasziniert die Menschen von diesem Ereignis sind. Mal ganz ehrlich. Wann ist der Malchiner Markt so knüppeldicke voll wie zur Bikerhochzeit? Hunderte drängeln sich jedes Jahr vor dem Rathaus, um ja nicht zu verpassen, wie sich das frisch vermählte Bikerpaar nach der Trauung auf dem Marktplatz den Hochzeitskuss gibt. Und was ist es für ein herrliches und imposantes Bild, wenn tausende von Motorrädern an der Wald-Arena im Hainholz zu ihrer Ausfahrt in die Mecklenburgische Schweiz starten. Wie viel Kraft, Zeit, Mühe und natürlich auch Geld die beiden Macher des Treffens - der Zweiradhändler Reinhard Hassemer und der Veranstaltungsmanager Heiko Lange - immer wieder auf´s Neue in das Programm der Riesenparty stecken, das kann man sicherlich nur ansatzweise erahnen.


Wie für das Bikertreffen gibt es auch für das Malchiner Altstadtfest einen festen Termin: jedes Jahr am letzten Juni Wochenende. Dann verwandelt sich das ganze Stadtzentrum rings um Kirche und Rathaus in einen riesigen Festplatz. Zu den besonderen Höhepunkten des dreitägigen Spektakels gehört das traditionelle Konzert der jungen Künstler der Malchiner Regionalmusikschule. Es ist schon faszinierend wie die Jungen und Mädchen ihre Instrumente beherrschen oder in historischer Tracht mit mittelalterlichen Tänzen begeistert. Nicht von ungefähr gehört die Regionalmusikschule zu den kulturellen Aushängeschildern unserer Stadt. Was bunt und vielfältig das Malchiner Vereinsleben ist, das zum Altstadtfest beim großen Festumzug zu erleben. Es gibt kaum einen Verein, der sich nicht in diesen Reigen einreiht. Und damit noch lange nicht genug. Auch Schulen, Kindergärten, Jugendklubs und zahlreiche Malchiner Firmen beteiligen sich an dem Ummarsch durch die Stadt. Lautstark angeführt wird der Umzug von den Musikern der Feuerwehr-Schalmeienkapelle, die zweifellos auch zu den musikalischen Werbeträgern Malchins gehört. Abgerundet wird das dreitägige Fest durch unzählige Programme im Stadtzentrum, bei denen in aller Regel bis in den frühen Morgen gefeiert wird.


Ebenso ausgelassen geht es einen Monat später – also Ende Juli – beim Lichterfest zu. Dann wird rund um den Kummerower See gefeiert. Publikumsmagnet schlechthin ist die Wahl der Lichterfest-Königin. Jahr für Jahr sind es tausende Menschen, die die Kür der Königin erleben. Um Amt und Würden bewerben sich immer wieder viele junge Mädels und Frauen aus der Region. Und glauben Sie es ruhig: die Mecklenburgische Schweiz hat in dieser Hinsicht Einiges zu bieten. Gefragt ist bei der Wahl nicht nur gutes Aussehen sondern auch Köpfchen. Schließlich vertritt die Lichterfest-Königin die Region für ein Jahr auf Tourismusmessen und bei vielen öffentlichen Auftritten. Wenn am See gefeiert wird, dann drehen sich natürlich auch viele festliche Aktivitäten rund um´s Wasser. Dazu gehören das Drachenbootrennen in Salem, der Surfermarathon und selbstverständlich auch die aktionsgeladenen Darbietungen der Wasserski-Sportler. Ein imposantes Feuerwerk, das an verschiedenen Orten rund um den See gezündet wird, ist der krönende Höhepunkt der Feierlichkeiten und macht dem Namen des Festes – Lichterfest – alle Ehre.


Von Siegfried Marcus haben wir Ihnen schon berichtet. Fehlen darf dabei natürlich nicht, dass zu Ehren des großen Malchiner Erfinders alljährlich im September ein Oldtimer-Treffen in der Stadt veranstaltet wird. Organisator des Treffens ist der – wie könnte er anders heißen – Oldtimerverein Marcus. Freuen dürfen sich darauf besonders Malchins Bürgermeister und Bürgervorsteher. Zum Auftakt des Festes werden sie mit einer noblen Karosse von anno dazumal vom Rathaus abgeholt und dann zum Festplatz in die Malchiner Hainholz-Arena chauffiert. Den ganzen Tag über stehen die alt gedienten Autos hier in Reih und Glied und werden dann von vielen Besuchern bestaunt und bewundert. Doch nicht nur das. Auch eine Jury nimmt die Oldtimer fachmännisch unter die Lupe und vergibt alljährlich einen Preis für das schönste historische Gefährt.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 08. Januar 2015 um 18:32 Uhr
 

 

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